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Oö: Drei Kinder bei Frontalzusammenstoß bei Spital/Pyhrn getötet!

Spital/Phyrn (Oö): Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Phyrnpass-Bundesstraße (B138) sind am Sonntagnachmittag, dem 1. Februar 2009, drei Kinder getötet worden. Eine junge Lenkerin war mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten.

Die 18-jährige Frau geriet um 17.00 Uhr zwischen Spital/Phyrn und Windischgarsten mit ihrem Pkw auf die Gegenfahrbahn und stieß dabei in das Auto eines 40-jährigen Mannes, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern unterwegs war. Die im Fond sitzenden Kinder im Alter von fünf, acht und zehn Jahren waren auf der Stelle tot. Rettungskräfte hätten noch versucht, sie zu reanimieren, doch ohne Erfolg.

Der Mann und seine 34-jährige Frau aus Windischgarsten erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Ebenso die 18-jährige Frau und ihre gleichaltrige Beifahrerin.
Die Verletzten, die teilweise mit Bergegerät aus den völlig zerstörten Fahrzeugen befreit werden mussten, wurden in die Krankenhäuser Wels, Kirchdorf/Krems und Rottenmann gebracht.

Der Vater der Kinder musste wegen seiner Verletzungen in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden, er befinde sich aber wie die drei anderen verletzten Unfallbeteiligten nicht in Lebensgefahr. Die Polizei vermutet, dass Eis und Schnee auf der Fahrbahn zu dem verheerenden Unfall geführt haben. Dadurch dürfte die 18-jährige Pkw-Lenkerin auf die Gegenfahrbahn geschlittert und in das entgegenkommende Auto gekracht sein. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Windischgarsten und Spital am Pyhrn.

Update per 2. Feber:

Enorme Fliehkräfte: Am Montag, dem 2. Februar, hat die Staatsanwaltschaft Steyr die beiden Unfallfahrzeuge beschlagnahmt und einen gerichtlichen Sachverständigen zur Klärung des Unfallhergangs bestellt. Ein Gutachten wird in drei bis sechs Wochen erwartet. Warum die Eltern den Unfall überlebt haben und die Kinder nicht, lässt sich möglicherweise durch die enormen Fliehkräfte bei einem Zusammenprall erklären, sowie durch den Umstand, dass auf dem Rücksitz keine Airbags vorhanden sind. Zwei der Kinder dürften aufgrund ihrer Größe keinen Kindersitz mehr gehabt haben.

Psychologische Betreuung: Trauer herrschte am Montag in Windischgarsten (2.460 Einwohner) und Spital (2.200 Einwohner). In den kleinen Gemeinden kennt nahezu jeder jeden und somit auch die Unfallopfer. Deswegen stellte auch für die örtlichen Einsatzkräfte die Hilfe nach dem Unfall eine große Belastung dar. In der Wohngemeinschaft der Kinder in Johnsbach werden sämtliche anderen Bewohner psychologisch betreut.

ORF Oberösterreich
Foto Jack Haijes

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