Oö: Pferd stürzte in Pool -> Tierrettungseinsatz in Alkoven

Alkoven (Oö): Wenige Stunden nach einem Zimmerbrand heulte um 12.46 Uhr des 21. Dezember 2008 neuerlich die Alarmsirene der Feuerwehr Alkoven. „Tierrettung, Pferd im Pool“ waren die Einsatzstichworte der Landeswarnzentrale.
Etwas über 20 Mann rückten daraufhin mit Kran, Rüstlöschfahrzeug und Kommandofahrzeug in die Ortschaft Emling aus. Dort war ein Pferd aus seinem Stall ausgebüchst und prompt über die Abdeckung des Swimming-Pools gestapft. Darauf hin brach diese ein und das Tier stürzte in das Schwimmbad, wo es unverletzt bis knapp unter dem Bauch im Wasser stand.

Die angerückten Feuerwehrkräfte brachten einerseits das Kranfahrzeug in Stellung und begannen, den Wasserspiegel per Tauchpumpe zu senken. Zuvor wurde noch möglichst lärmarm die restliche Abdeckung entfernt. Da in der ersten Phase kein Tierarzt an die Einsatzstelle kam, um dem Tier eine Beruhigungsspritze zu verabreichen, wurde vor der Kranbergung eine schonendere Variante in Angriff genommen.

Strohballen wurden verwendet und daraus ein Aufgang gebastelt. Zur besseren Festigkeit desselben wurden dazwischen immer wieder Holzklötze eingebaut. Darüber gelang es dann, das Tier wieder auf festem Boden zu weisen. Lediglich an der letzten Stufe stürzte das Tier, mit einem kräftigen Zug – und einer kleinen Rodeo-Einlage 🙂 – gelang es aber, das Pferd endgültig zu retten. Lediglich zwei kleine Schürfwunden waren nun die Spuren des unfreiwilligen Winterbad des Tieres.

Um 14.00 Uhr war nun der zweite Einsatz dieses Tages abgeschlossen. Menschen und Tiere retten, Brände löschen – der Slogan fand nun in allen Bereichen innerhalb weniger Tage seinen Praxisbeweis.
