Wien: Alarmstufe III bei Lagerhallenbrand
Wien: Eine Lagerhalle in Wien-Simmering ist am Abend des 11. September 2008 ausgebrannt. Die Feuerwehr hatte Alarmstufe drei. Es gab keine Verletzten. Eine riesige Rauchsäule stieg zum Himmel. Es entstand Millionenschaden.
Das Feuer brach vermutlich gegen 16.00 Uhr in einer Lagerhalle einer Spedition in der Grillgasse 50 aus. Diese stand in Vollbrand, als die Feuerwehr eintraf. 80 Mann waren im Einsatz, zunächst war auch der Katastrophenzug ausgerückt. Besonders gefährlich war der Brand, weil in dem Gebäude zahlreiche Flüssiggasflaschen gelagert waren. Ein Teil davon wurde in Sicherheit gebracht, den anderen Teil kühlten die Feuerwehrleute mit Wasser. Die Halle ist im Eigentum der Showtime Veranstaltungstechnik. Laut Eigentümer Günter Schwarz befand sich die komplette Ausstattung der Firma in dem Gebäude. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen.
Als Brandursache zog die Feuerwehr drei Möglichkeiten in Betracht. Es könnte ein elektrischer Defekt gewesen sein, eine weggeworfene Zigarette oder ein Brandstifter, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Laut Radio-Wien-Verkehrsflieger mussten sogar Flugzeuge im Anflug auf den Flughafen Wien-Schwechat Ausweichmanöver fliegen, um der Asche auszuweichen. Die Rauchsäule erreichte demnach eine Höhe von etwa 1.600 Meter. Die Flugsicherung „Austro Control“ leitete die Maschinen schon etwas früher als geplant auf die Piste 16 um, so „Austro Control“-Generalsekretär Heinz Sommerbauer. Der Wechsel der Landepiste wäre etwa 15 Minuten später ohnehin geplant gewesen und sei etwas vorgezogen worden, so Sommerbauer. Auswirkungen gab es auch auf den öffentlichen Verkehr in Wien: Die Schnellbahnlinie S80 war wegen des Brandes unterbrochen. Die Buslinie 15A wurde kurzgeführt. Auch der Ostbahnhof musste nach Angaben der ÖBB gesperrt werden.
