Oö: Rekordbeteiligung beim Jubiläumswissenstest 2008 (Gmunden)
Bezirk Gmunden (Oö): Seit 1983 wird im Bezirk Gmunden die Feuerwehrjugend durch den Wissenstest auf den späteren Aktivdienst in der freiwilligen Feuerwehr vorbereitet. Am Samstag, den 5. April 2008, fand im neuen Feuerwehrhaus Ebensee der 25. Wissenstest…
… mit einer Rekordbeteiligung von 259 Jungfeuerwehrmitgliedern statt. Ebensee war auch vor 25 Jahren der erste Austragungsort dieser Prüfungen.
Nach einer dreimonatigen Vorbereitungzeit durch die Jugendbetreuer und Jugendhelfer mussten die jungen Burschen und Mädchen in verschiedenen altersgemäßen Stationen ihr Allgemein-wissen, ihre Kenntnisse über Geräte, Dienstgrade, Feuerwehrfunk, richtige Alarmierung, Seilknoten, Orientierung im Gelände, Verkehrserziehung, Erkennen der Brandgefahren im Haushalt und richtiges Reagieren, sowie über Kennzeichnung gefährlicher Stoffe und Grundkenntnisse in der Ersten Hilfe unter Beweis stellen.

Das Ziel dieser Prüfungen ist die Vorbereitung der Jungfeuerwehrmitglieder auf den aktiven Feuerwehrdienst und ersetzt einen Teil der erforderlichen Grundausbildung gegenüber einem Neueintritt in die Feuerwehr.
116 Teilnehmer traten in der Prüfungsstufe Bronze (13.Lebensjahr) an, 87 Teilnehmer absolvierten die Stufe Silber (14.Lebensjahr) und 56 erreichten die Höchststufe Gold (15.Lebensjahr). Unmittelbar nach den Prüfungen, die von insgesamt 29 Bewertern aus dem Bezirks- und Abschnittkommando abgenommen wurden, überreichten Bezirksfeuerwehrkommandant Robert Benda, Abschnittskommandant Christian Huemer und Pflichtbereichskommandant von Ebensee, Ing. Emil Hofinger, die begehrten Wissenstestabzeichen an die Teilnehmer.

Die freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Gmunden erkennen nach wie vor die Wichtigkeit der Bemühungen um den Feuerwehrnachwuchs. Im gesamten Bezirk Gmunden werden in jeder der 20 Gemeinden eine oder mehrere Jugendgruppen geführt. Derzeit bestehen im gesamten Bezirk bei 41 Feuerwehren (von 47) insgesamt 46 Jugendgruppen. Der äußerst erfreuliche Mitgliederstand beträgt zur Zeit 472 Jungfeuerwehrmitglieder. Der Anteil an Mädchen ist auf 39 (8,2%) gestiegen.

Der gewaltige Zeitaufwand für die feuerwehrspezifische Ausbildung und für die allgemeine Jugendarbeit während eines gesamten Jahres betrug allein im Vorjahr 59.334 (!) Stunden, die von den in eigenen Ausbildungsseminaren geschulten Jugendbetreuern bzw. Jugendhelfern, zusätzlich zum normalen und alltäglichen Feuerwehrdienst, aufgewendet wurden. So werden die Jugendlichen nicht nur auf ihren zukünftigen Feuerwehrdienst vorbereitet, sondern erleben auch in der Gruppe soziale Werthaltungen wie Teamgeist,Vertrauen, Verlässlichkeit und Kameradschaft.
