Deutschland: Wohnungsbrand -> 10 Bewohner rechtzeitig geweckt
Beckendorf (Deutschland): In der Nacht auf den 16. März 2008 geriet in Beckdorf in der Hauptstraße gegen 04.00 Uhr in einer Küche einer dortigen Wohnung aus bisher noch ungeklärter Ursache eine Küchenzeile in Brand. Einer der drei in der Wohnung anwesenden polnischen Bewohner…
… versuchte noch das Feuer mit eigenen Mitteln zu löschen und konnte dabei auch die Flammen zunächst ersticken. Da die Räumlichkeiten der Wohnung aber völlig verqualmt waren und sich noch Glut über die Dunstabzugshaube in die Zwischendecke ausgebreitet hatte, informierte er einen Bewohner einer Nachbarwohnung, der wiederrum sofort die Feuerwehr und die Polizei alarmierte.

Als die Feuerwehren aus Beckdorf und Apensen mit ca. 50 Feuerwehrleuten sowie die Polizei an der Einsatzstelle eintrafen, weckten sie zunächst die restlichen Bewohner des als Mehrfamilienhauses genutzten Gebäudes, damit diese sich ins Freie in Sicherheit bringen konnten. Die Feuerwehrleute mussten unter schwerem Atemschutz in die völlig verqualmte Wohnung vordringen und die Zwischendecke öffnen damit mit der Wärmebildkamera der Feuerwehr Buxtehude nach verbliebenen Glutnestern gesucht und diese komplett abgelöscht werden konnten. So konnte ein erneutes Auflodern der Flammen und ein Übergreifen auf den Dachstuhl verhindert durch die Feuerwehr verhindert werden.

Insgesamt waren von dem Einsatz ca. 10 Erwachsene und Kinder des 1901 gebauten und bis ca. 1990 als Bahnhofsgaststätte genutzten und dann zu Wohnungen umgebauten Gebäudes, für kurze Zeit ihre Wohnungen verlassen und die Löscharbeiten im Freien abwarten. Auch Hirtenhund Krümel musste sein Körbchen verlassen und mit seinen Besitzern draußen waren, bis alle wieder in ihre Wohnungen zurück konnten.
Der Rettungsdienst, musste bis auf die Kontrolle einer schwangeren 21-jährigen Bewohnerin des Hauses nicht eingreifen, verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die drei Bewohner der ausgebrannten Wohnung kamen bei Bekannten unter, der Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr auf ca. 50.000 Euro geschätzt.
Die Landesstraße 130 musste für die Lösch- und Retungsarbeiten teilweise voll gesperrt werden, der Verkehr wurde durch die Feuerwehr örtlich abgeleitet, zu größeren Behinderungen kam es jedoch nicht. Brandermittler der Polizei werden Anfang der Woche die Untersuchungen zur genauen Brandursache aufnehmen.
