Tirol: 6 Einsätze innerhalb von 24 Stunden in Wörgl

Wörgl (Tirol): Mit einem einsatzreichen Tag hatte die Einsatzmannschaft der FF Wörgl am Mittwoch, dem 21.11.2007 zu kämpfen. Bereits um 07:48 erfolgte die Alarmierung zu einem Brandalarm in der Wörgler Wasserwelt „Wave“. Kurz darauf, um 08:20 Uhr wurden die Kräfte zu einem Wasserrohrbruch in der Bodensiedlung angefordert.
Aufgrund eines gebrochenen Wasserzählers wurde ein Keller ca. zehn Zentimeter hoch unter Wasser gesetzt. Nachdem kurz Ruhe eingekehrt war im Wörgler Feuerwehrhaus musste man um 12:19 Uhr erneut zu einem Brandalarm ausrücken. Dieses Mal war das Möbelhaus Kika Ort des Geschehens. Durch Wasserdampf in der Küche wurde die Brandmeldeanlage ausgelöst. Auf einen weiteren Brandalarm diesmal im M4 Einkaufszentrum um 18:30 Uhr folgte bereits um 19:21 Uhr der nächste Einsatz aus dem M4. In dessen Tiefgarage bot sich ein Bild der Verwüstung. Ein erst ca. 5 Wochen alter BMW fuhr aus bisher noch ungeklärter Ursache gegen eine Ziegelmauer und durchbrach in weiterer Folge diese.
Mit den eingetroffenen Fahrzeugen KDO, RLF und SRF begannen die Einsatzkräfte sofort mit dem Absichern der Unfallstelle und dem Sichern der schwer demolierten Ziegelmauer. Der Lenker konnte sich selbst aus seinem Fahrzeug befreien und kam mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehr musste das Auto mittels Bohrhammer regelrecht „freischremmen“ um es anschließend mittels Hubzug aus der Unglücksstelle zu entfernen. Nachdem die Unfallstelle gereinigt und die einsturzgefährdete Mauer abgesichert worden war, konnte der Einsatz gegen 20:30 beendet werden.
Doch wiederum währte die eingekehrte Ruhe nicht lange, denn schon um 21:06 ertönten die Pager zum sechsten Mal.

Da sich noch einige Kameraden im Gerätehaus befanden konnte nur wenige Augenblicke nach der Alarmierung zur Unfallstelle ausgerückt werden. Beim Eintreffen bot sich folgende Situation: Ein Sattelschlepper, der beim Rangieren mit dem Fahrzeug in die Gleise ragte, hatte einen herannahenden Güterzug der ÖBB übersehen. Der Zug rammte im Anschluss daran den Sattelschlepper von der Seite und schob ihn gegen die Gebäudewand. Dadurch wurde die gesamte Längsseite des Aufliegers aufgeschlitzt, mitunter auch der voll getankte Dieseltank des Lkws. Sofort nach dem Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte, begannen ca. 35 Mann der FF Wörgl mit dem Auffangen und Abpumpen des Diesels.
Die Lok und einige Waggons wurden durch den Aufprall schwer beschädigt. Der Fahrer des Lastkraftwagens wurde von der Rettung erstversorgt und mit Verletzungen unbestimmten Grades in das BKH Kufstein gebracht. Die ausgelaufenen Flüssigkeiten wurden in einen 1000 Liter Tank umgefüllt und abtransportiert. Derweil wurde mittels Seilwinde vom SRF der Sattelschlepper aus dem Gefahrenbereich geschleppt. Nachdem die Unfallstelle aufgeräumt, restliche Dieselrückstände mit Bindemittel bestreut und zusammengekehrt wurde, konnten die Kräfte um 22.35 Uhr den – für diesen Tag zum Glück letzten – Einsatz beenden.
