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Stmk: Feuerwehr Graz wird zum Brandstifter

Graz (Stmk): Am Mittwochnachmittag, dem 19. September 2007, wird in Graz die Feuerwehr zum Brandstifter – und das ganz legal: Für eine Übung wird das abbruchreife Gebäude der ehemaligen Firma Tagger in der Puchstraße in Flammen aufgehen.

Zahlreiche Mehrparteien- und Einfamilienhäuser, die vor Jahrzehnten gebaut wurden, werden jetzt mit einem sogenannten Vollwärmeschutz nachgerüstet. Das Brandverhalten dieser Kunststoffplatten, die an der Außenwand angebracht und dann verputzt werden, ist allerdings nicht ausreichend bekannt, sagt der Grazer Katastrophenschutzreferent Wolfgang Hübl. Deshalb auch die Feuerwehrübung.

Verschiedene Materialien werden geprüft: „Das Gebäude selbst wird nicht zur Gänze angezündet. Wir haben aber von Seiten der Feuerwehr immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es Probleme gibt, wenn Häuser mit einer Wärmedämmung versehen sind, die vom Brandverhalten her nicht immer ganz leicht auszurechnen ist“, sagt Hübl. Es wurden deshalb auf dem Gebäude in der Puchstraße verschiedene Dämm-Materialien angebracht. „Das Ganze wird an 16.00 Uhr in Flammen aufgehen. Wir werden das beobachten und versuchen, Erkenntnisse daraus zu gewinnen, wie man am besten vorgeht“, so Hübl.

Übung von großem Interesse: Das Interesse an der heutigen Übung ist enorm. Immerhin haben sich etwa 200 Experten angesagt, um dem Experiment beizuwohnen. Welche Schlüsse aus dem heutigen Brand ziehen, bleibt den Experten überlassen. „Das werden die zuständigen Institutionen und Normungsinstitute entscheiden. Wir wollen in erster Linie herausfinden, wie die Feuerwehr vorzugehen hat, wenn es so einen Brand gibt, wo die Gefahren liegen, und wie wir den Leuten am besten helfen können“, sagt der Grazer Katastrophenschutzreferent Wolfgang Hübl.
Theoretisch könnte das Ergebnis des Brandversuchs sogar bis zu einer Änderung der Bauvorschriften führen.

ORF Steiermark
BF Graz

Nachträglicher Feuerwehr-Bildbericht hier auf Fire-World

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