Nö: Arbeitsreicher Brand in der ehemaligen Spinnerei Schwadorf

Schwadorf (Nö): Am Samstag, dem 24.3.2007, wurde die Feuerwehr Schwadorf zu einem Brandeinsatz im Gebäude der ehemaligen Spinnerei alarmiert.

Im Turbinenraum kam es aus derzeit unbekannter Ursache zu einem Vollbrand. In dem Raum befinden sich E-Schaltanlagen, die Turbine sowie ein kleiner Werkstattbereich. Bereits auf dem Weg zum Feuerwehrhaus konnte von den Feuerwehrmännern eine massive Rauchentwicklung wahrgenommen werden, da sich das Objekt mitten im Ortszentrum befindet. Von der AAZ Schwechat wurde vorerst laut „Alarmplan B2“ alarmiert, jedoch aufgrund der vielen Anzeigen auf „B3“ erhöht. Sofort nach dem Eintreffen der Feuerwehr Schwadorf wurden 2 C-Rohre im Innenangriff vorgenommen sowie eine Zubringleitung mittels TS 12 vom Werksfluss, welcher sich in unmittelbarer Nähe des Einsatzbereiches befindet, zum TLF Schwadorf hergestellt. Ein weiteres C-Rohr im Innenangriff wurde von der Besatzung Tank Rauchenwarth vorgetragen. Die eingesetzten Trupps wurden in weiterer Folge von den Feuerwehren Fischamend und Kleinneusiedl abgelöst.

Aufgrund des Netzausfalles schloss sich die Schleuse des Werksflusses und es kam zu einer relativ schnellen Anschwellung dieses Flusses und zur Überflutungsgefahr im Ortsgebiet Schwadorf. Dies konnte jedoch nach prov. Inbetriebnahme der Schleuse sowie durch das Öffnen der „Kreuzfalle“ verhindert werden.
Die nachalarmierte Feuerwehr Wienerherberg stellte einen weiteren Atemschutztrupp und führte die Tätigkeiten im Bereich der Kreuzfalle durch.

Durch abfließendes Löschwasser über ölkontaminierte Bereiche kam es zu einer Gewässerverunreinigung, was das Errichten von Ölsperren unumgänglich machte. Diese wurden von den Besatzungen „Last Schwadorf“ und „Pumpe Rauchenwarth“ im Bereich Johannesbrücke errichtet. In weiterer Folge wurde die Wasserrechtsbehörde BH WU verständigt. Durch den raschen und hervorragenden Einsatz der Kräfte konnte größerer Schaden verhindert und bereits um 14:10 Uhr Brand aus gemeldet werden. Für die Brandbekämpfung sowie für die Nachlöscharbeiten standen 2 Wärmebildkameras (Schwadorf & Fischamend) im Einsatz.

Auf diesem Weg möchte sich die Feuerwehr Schwadorf bei allen eingesetzten Kräften für die hervorragende, professionelle Zusammenarbeit bedanken!
Im Zuge der Nachuntersuchung um 18:00 Uhr mußte neuerlich ein Rohr unter Atemschutz vorgenommen werden. In einem Blindraum (ca. 18m³) unterhalb des Turbinenraumes dürfte es zu einem Schwelbrand gekommen sein. Um alle Eventualitäten auszuschließen wurde angeordnet diesen Raum durch die einzige Luke (50x50cm) mit einem Mittelschaumrohr zu fluten. Im Anschluss wurden noch die eingebrachten Ölsperren entfernt. Um 19:45 Uhr konnte die Feuerwehr Schwadorf wieder einrücken.
Im Einsatz standen:
FF Schwadorf: 4 Fahrzeuge 22 Mann – Einsatzleiter BI Besser Gerald
FF Rauchenwarth: 3 Fahrzeuge 13 Mann
FF Kleinneusiedl: 2 Fahrzeuge 10 Mann
FF Fischamend: 3 Fahrzeuge 13 Mann
FF Wienerherberg: 2 Fahrzeuge 13 Mann
FEUERWEHR SUMME: 14 Fahrzeuge und 71 Mann
PI Fischamend: 1 Fahrzeug 2 Mann
Bürgermeister Gebert
