Technisch

Hochwassersituation nördliches Niederösterreich – 30.06.06, 18.00 Uhr

Niederösterreich: Bezirk Waidhofen/Thaya: Aufgrund des Nachlassens der Niederschläge in den Nachmittagstunden gehen die Pegel der Flüsse und Bäche in den betroffenen Gebieten stetig zurück. Die Aufräumungsarbeiten sind vielerorts bereits voll im Gange.

Starke Feuerwehrkräfte pumpen Wasser, entfernen angeschwemmten Schlamm, beseitigen Verklausungen und stehen der betroffenen Bevölkerung zur Seite.
Für die Nacht sind nur geringe Regenmengen prognostiziert, bis morgen sollte sich daher überall eine Entspannung ergeben. Für Samstag, 1. Juli 2006, sind zwei Katastrophenhilfsdienst-Einheiten der Feuerwehr für die betroffenen Gebiete angefordert. Sie werden die örtlichen Kräfte unterstützen und ablösen, die zum Teil seit Donnerstag Nacht im Einsatz stehen.

Bezirk Horn: Es gibt zwei Schwerpunkte: Drosendorf und Fronsburg. In Fronsburg gab es in der Nacht eine Flutwelle des Fugnitzbaches mit 20 m Breite und 2 m Höhe, die den gesamten Ort überflutet hat. 20 Häuser waren massiv betroffen, eine Schafherde mit 120 Tieren musste gerettet werden. Das Wasser ist mittlerweile zurückgegangen, die Aufräumarbeiten sind angelaufen.
In Drosendorf finden noch Ufersicherungsmaßnahmen statt, hier erwartet man noch ein leichtes Ansteigen der Pegel. Im Lauf des Tages waren im gesamten Bezirk 25 Feuerwehren mit 350 Kräften im Einsatz.

Bezirk Gmünd: Pegel fallend, dzt. sind noch 10 Feuerwehren mit 150 Kräften im Einsatz, vor allem bei Aufräumungsarbeiten

Bezirk Hollabrunn: Schwerpunkt Stadtgemeinde Hardegg, hier gibt es massive Schäden durch das Wasser. Auch hier sind die Aufräumungsarbeiten voll angelaufen. In den nächsten Tagen werden hier Katastrophenhilfsdienst-Einheiten der Feuerwehr helfen. Besondere Aufmerksamkeit gilt noch der Thaya: Vom Stausee Vranov wird verstärkt Wasser abgelassen. In der Nacht könnten daher die Pegelstände östlich von Hardegg noch steigen. Die Situation wird beobachtet.

Im gesamten Bereich im Norden Niederösterreichs waren im Laufe des Tages rund 3500 Kräfte der Feuerwehren im Einsatz.

Nö. Landes-Feuerwehrverband / Brand Aus

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