Ktn: Sattelschlepper mit Styropor in Flammen & Räder kaum befestigt
Kärnten: Ein mit Styropor beladener Sattelschlepper ist in der Nacht auf Mittwoch, dem 5. April 2006, auf der Tauernautobahn in Kärnten in Flammen aufgegangen. Bei den Bergungsarbeiten bemerkte die Polizei, dass die Vorderräder kaum befestigt gewesen waren.
Der 42-jährige Lenker war gegen 2.00 Uhr früh auf der A10 Richtung Villach unterwegs gewesen, als er nach eigenen Angaben auf Höhe Kamering rechts von der Fahrbahn abkam und im Straßengraben zum Stillstand kam. Das Führerhaus fing unmittelbar darauf Feuer, der Sattelschlepper brannte vollständig aus. Es scheint an ein Wunder zu grenzen, dass das Fahrzeug es überhaupt bis zur Unfallstelle geschafft hat: Bei den Bergungsarbeiten wurde von der Polizei festgestellt, dass am rechten Vorderrad acht von zehn Schraubmuttern fehlten, die beiden übrigen waren locker. Am linken Vorderrad waren „nur“ zwei Muttern abgängig.
Erst Ende März habe eine Fachwerkstätte an den Vorderrädern Arbeiten durchgeführt, und zwar verantwortungsbewusst und korrekt, wie der zuständige Monteur laut Polizei beteuerte. Zur Klärung der Unfallursache wird über Auftrag der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein Sachverständiger beigezogen. Der 42 Jahre alte Lenker hatte sich durch einen Sprung aus dem Führerhaus in Sicherheit bringen können. Er versuchte, den Brand mit zwei Handfeuerlöschern einzudämmen und verletzte sich dabei an der Wirbelsäule, er musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Feuerwehr rückte mit neun Löschfahrzeugen an und konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Sattelanhänger und die Ladung verhindern. Der Gesamtschaden beträgt rund 55.000 Euro, auch Verkehrsleiteinrichtungen im Bereich der Unfallstelle wurden beschädigt.
