Bgld: Brand in der Sanochemia in Neufeld
Neufeld (Bgld): Ab 17 Uhr des 23. Februar 2006 waren rund 150 Feuerwehrmänner aus dem Raum Neufeld sowie dem benachbarten Niederösterreich in Einsatz. In einer Chemiefabrik kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Brand.
Der kurz nach 17 Uhr ausgebrochene Brand in der Sanochemia konnte von den eingesetzten Feuerwehren bereits nach 18 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Brand aus wurde um 18.20 Uhr gemeldet.

Wie die örtliche Einsatzleitung am 23. Februar 2006, 21:20 Uhr vom Einsatzort in Neufeld an der Leitha telefonisch mitgeteilt hat, waren zur Brandbekämpfung beim Brand in der Sanochemia in Neufeld 168 Feuerwehrmitglieder von 11 Feuerwehren eingesetzt.
Einsatzleitung:
Stadtfeuerwehrkommandant HBI Ing. Martin Mittnecker
Die Stadtfeuerwehr Neufeld und die angrenzenden Nachbarfeuerwehren bleiben als Brandwache am Einsatzort.
LFKDO Burgenland
BFKDO Mattersburg
ORF Burgenland
Quelle:
Stefan Hahnenkamp, LFKDO Burgenland
Roland Posch, BFKDO Mattersburg
Bericht der FF Wiener Neustadt (Nö):
Am Abend des 23.02.2006 wurde die FF Wiener Neustadt von der FF Neufeld an der Leitha (Bgld) zur Unterstützung bei einem Brand in einer Chemiefirma angefordert. Auf Grund der Anforderung setzten sich ein Kommandantenfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug 2000-200-250, ein Großtanklöschfahrzeug 10000/1000, ein Atemluftfahrzeug und ein Wechselladefahrzeug mit Schaumcontainer (6000 Liter) in Marsch.

Beim Eintreffen der Mannschaften war der Brand von den anwesenden Feuerwehren bereits unter Kontrolle gebracht worden. Der betroffene Gebäudeteil, ein Labor, wurde durch den Brand vollständig zerstört.
Die Kräfte der FF Wiener Neustadt wurden zu Sicherungsarbeiten bei den
Auf- und Ausräumungstätigkeiten der örtlichen Kräfte eingesetzt.
ORF-Bericht:
Nach dem Brand bei Sanochemia in Neufeld am Donnerstagnachmittag wird nun nach der Brandursache gesucht. Denn auch nachdem das Feuer gelöscht war, herrschte Explosionsgefahr. Am Donnerstagnachmittag in einem Verbindungsgang zu einer Halle der Firma in Neufeld an der Leitha (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) Chemikalien in Brand geraten. Gegen 19.10 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden. Aber: Danach herrschte noch einige Stunden lang Explosionsgefahr. Am Tag nach em Brand sind nun die Sachverständigen im Einsatz. Sachverständige, darunter ein Chemiker und ein Baustatiker, sollen nun vor Ort klären, ob nach dem Brand weitergearbeitet werden kann oder nicht. Derzeit wird vermutet, dass der Brand beim Umfüllen von Chemikalien ausgebrochen sein könnte. Das Feuer musste mit Pulverlöschschaum bekämpft werden, da die Lösung mit Wasser explosiv reagiert. Die Flammen waren innerhalb von zehn Minuten gelöscht. Nachdem aber giftige Dämpfe ausgetreten waren, wurden die umliegenden Häuser kurzfristig evakuiert – diese Evakuierung wurde aber wieder aufgehoben. Auch die Brandursache muss ermittelt werden. Derzeit kommen dafür viele Möglichkeiten in Betracht: Unter anderem könnte auch Selbstentzündung oder erhöhte Luftfeuchtigkeit schuld am Feuer gewesen sein – das sind aber nur Vermutungen. Bis etwa 22.00 Uhr herrschte in der betroffenen Halle Explosionsgefahr. Der Raum wurde schließlich mit Ventilatoren gut gelüftet.
