D: Schlauch geplatzt – Zwei Feuerwehrmänner erstickten bei Löscharbeiten
Tübingen (Deutschland): Bei einem Wohnhausbrand in Tübingen sind in der Nacht zum Samstag, dem 17. Dezember 2005, zwei Feuerwehrmänner ums Leben gekommen. Ein geplatzter Schlauch dürfte tödlichen Folgen bewirkt haben…
Die beiden 24 und 35 Jahre alten Männer seien leblos im zweiten Stock des unbewohnten Gebäudes aufgefunden worden, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.
Die beiden Männer waren mit Atemschutzmasken ausgestattet als erster Löschtrupp in das brennende Gebäude vorgedrungen. Im Obergeschoss versperrten ihnen dann offenbar die Flammen den Rückweg. Ihr Löschschlauch platze, womöglich wegen der großen Hitze oder einer Glasscherbe, sagte Tübingens Feuerwehrkommandant Michael Oser. Die Männer setzten daraufhin einen Notruf ab. Dann brach der Funkkontakt zu ihnen ab.
Weitere Löschtrupps fanden schließlich die leblosen Körper der beiden Feuerwehrmänner. Sie brachten ihre Kollegen ins Freie. Die zu Hilfe geholten Notärzte konnten nichts mehr für sie tun. Die Feuerwehrmänner starben noch am Brandort an den Folgen einer Rauchgasvergiftung. Oser bezeichnete den Einsatz als nicht außergewöhnlich riskant. In der kommenden Woche werden erste Ermittlungsergebnisse der Polizei erwartet.
Update:
Vermutlich hat ein geplatzter Schlauch den Tod von zwei Feuerwehrleuten in Tübingen verursacht. Die beiden 24 und 35 Jahre alten Männer waren am Samstagmorgen mit Löscharbeiten in einem brennenden Fachwerkhaus beschäftigt, als der Schlauch platzte.
Daraufhin seien die beiden wohl im zweiten Stock des „sehr verschachtelten“ Gebäudes von Feuer und Rauch eingeschlossen worden. Andere Feuerwehrleute, die nach Abbruch des Funkkontakts nach ihren Kollegen suchten, hätten die leblosen Körper gefunden. Laut Polizei ist völlig offen, ob die Opfer an Rauchvergiftung oder an Brandverletzungen starben. Die Männer hätten Atemschutzmasken getragen. Die Todesursache soll am Montag bei einer Obduktion geklärt werden. Gegenstand der Ermittlungen sei auch, warum das Unglück trotz der Atemschutzmasken passieren konnte.
Farben und Lacke könnten Brand forciert haben: Auch die Ursache des Brandes war zunächst unklar. Es gebe ein „sehr komplexes Spurenbild“, wonach sowohl die Elektrik als auch Holzkohleöfen in Betracht kämen. Das Feuer war gegen 3.00 Uhr in der Südstadt in einem älteren unbewohnten Fachwerkhaus ausgebrochen. In dem Gebäude befanden sich laut Polizei mehrere Räume, die unter anderem von Künstlern als Ateliers genutzt wurden. Mehr als 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Feuerwehr habe zwei Stunden gebraucht, um die Flammen zu löschen. Das Haus brannte vollständig aus.
Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Frank Knödler, sprach von dem schwersten Verlust in den Reihen der Feuerwehr seit Jahren in Baden-Württemberg. Innenminister Heribert Rech (CDU) bedauerte den Tod der beiden Männer. „Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen, die helfen wollten und dabei selbst ihr Leben verloren haben. Das werden wir ihnen nicht vergessen und sie in dankbarer Erinnerung behalten“, sagte Rech.
Update 2 per 20. Dezember 2005:
Die beiden Feuerwehrleute, die am frühen Samstagmorgen beim Brand in einem Fachwerkhaus in der Tübinger Südstadt ums Leben kamen, sind erstickt. Das ist das Ergebnis der Obduktion, das Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion veröffentlicht haben. Nach den vorläufigen Untersuchungen trat der Tod bei den beiden 24 und 35 Jahre alten Männern in Folge einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ein. Größere äußere Verletzungen wurden nicht festgestellt.Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Ein Brandsachverständiger ist dabei, den Ort des Feuers zu untersuchen. Fest steht, dass ihr Löschschlauch riss. Feuerwehrmänner nehmen den Schlauch oft als Hilfsmittel, um in stark verqualmten Gebäuden den Weg zurück nach draußen zu finden. Gegenstand der Ermittlungen ist zudem, warum das Unglück trotz der Atemschutzmasken passieren konnte.
Die beiden Männer waren bei dem Brand im zweiten Stock des „sehr verschachtelten“ Fachwerkhaus von Feuer und Rauch eingeschlossen worden. Andere Feuerwehrleute, die nach Abbruch des Funkkontakts nach ihren Kollegen suchten, hatten die leblosen Körper gefunden. Der jüngere der beiden Toten hinterlässt eine Partnerin, der ältere Frau und zwei Kinder.
Zahlreiche Feuerwehrleute aus der Umgebung und viele Bürger haben unterdessen mit Blumen und Kerzen der beiden getöteten Tübinger Feuerwehrleute gedacht. Heute will Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) den Brandort besuchen. Am Donnerstagnachmittag soll in der Tübinger Stiftskirche eine Trauerfeier für die beiden toten Feuerwehrmänner stattfinden.
Zur Ursache des Brandes gebe es ein „sehr komplexes Spurenbild“. Demnach kämen sowohl die Elektrik als auch Holzkohleöfen als Auslöser in Betracht, hatten die Ermittler mitgeteilt. Das Feuer war gegen 3.00 Uhr in der Südstadt in einem älteren unbewohnten Fachwerkhaus ausgebrochen. In dem Gebäude befanden sich laut Polizei mehrere Räume, die unter anderem von Künstlern als Ateliers genutzt wurden. Mehr als 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Haus brannte vollständig aus. Es entstand ein Sachschaden von einer halben Million Euro.
