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Niederösterreich: Bundesbahnen stellen Rettungszug in den Dienst

Wiener Neustadt (Nö): Wesentliche Verbesserung des Brand- und Katastrophenschutzes bei den ÖBB – Inbetriebnahme eines Rettungszuges im Bahnhof Wiener Neustadt.

Seit jeher übernehmen die örtlich zuständigen Feuerwehren bei Bränden und Unfällen im Bereich von Eisenbahnlinien die Rettung von Personen und den Schutz von Sachwerten. Dabei werden Einsätze der Feuerwehren besonders in Eisenbahntunnels, auf Streckenabschnitten mit Lärmschutzwänden oder auf schlecht zugänglichen Stellen ohne Begleitstraßen besonders erschwert.

Zur Verbesserung der Selbstrettung der Reisenden und des Personals sowie der Möglichkeiten eines Feuerwehr- oder Rettungseinsatzes haben die Österreichischen Bundesbahnen –Infrastruktur Betrieb AG in den letzten Jahren enorme finanzielle Mittel in ganz Österreich investiert. So werden bis 2010 im Gesamtnetz der ÖBB, so auch auf der Wechsel- und der Semmeringstrecke alle Tunnel, welche länger als 100 m sind, mit Randwegen, beleuchteten Handläufen, Fluchtwegkennzeichnungen und Stromanschlüssen ausgestattet. Zusätzlich erhalten Tunnels ab einer Länge von 1000 m Löschleitungen, Zufahrten und auf elektrischen Strecken eine automatische Oberleitungserdung.

Während nun die örtlich zuständigen Feuerwehren nach der Alarmierung die Erster-kundung durchführen sowie erste Hilfsmaßnahmen einleiten, wird durch die Indienststellung des zentralen Rettungszuges Wiener Neustadt eine organisierte zweite Welle für den Einsatz geschaffen. Aus einsatztaktischen Gründen hat sich dabei der Bahnhof Wiener Neustadt als Ausgangspunkt mehrerer Strecken als idealer Standort etabliert. Mit der Konzentration von Fahrzeugen (Eisenbahn- und Feuerwehrfahrzeuge), Geräten und Mannschaften (ÖBB, FF Wiener Neustadt) an einem Standort können wertvolle Synergien (Alarmierung, Beübung, Zusammenarbeit) genützt und für einen erfolgreichen Einsatzverlauf optimal eingesetzt werden.

Eine Alarmierung des Rettungszuges erfolgt grundsätzlich durch den Einsatzleiter der ÖBB, zusätzlich können auch die örtlich zuständigen Feuerwehren den Rettungszug zur Unterstützung anfordern.

Der von den Österreichischen Bundesbahnen –Infrastruktur Betrieb AG auf dem Bahnhof Wiener Neustadt stationierte Rettungszug sieht wie folgt aus:
• 2 Niederflurwaggons zum Transport von Feuerwehrfahrzeugen
• 1 Wasserwaggon mit über 50.000 Liter Löschwasser
• 1 Personenwaggon (Sitz- und Stehplätze) mit Schiebetüren für mind. 100 Personen
• 1 Diesel-Triebfahrzeug

Die Feuerwehr Wiener Neustadt verlädt, abhängig vom Ereignisszenario, 2 – 3 Einsatzfahrzeuge auf die Transportwaggons und wird in das Einsatzgebiet transportiert. In der letzten Betriebsstelle vor dem Ereignisort wird das Triebfahrzeug (Lokomotive) umgereiht, sodass der Rettungszug in Richtung Schadensraum geschoben werden kann, wobei an der Spitze aus einsatztaktischen Gründen ein Tanklöschfahrzeug mit Wasserwerfer, sowie schweren hydraulischen Rettungsgeräten verladen ist.

Die Österreichischen Bundesbahnen und die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt stellen diesen Rettungszug am Samstag, dem 12. November 2005, vor.

Um ca. 07.30 Uhr beginnt die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt mit dem Verladen der Einsatzfahrzeuge und um 08.00 Uhr wird der Zug den Bahnhof verlassen. Die Fahrt geht über die Semmeringstrecke bis Mürzzuschlag und wieder zurück. Die Rückkunft des Zuges erfolgt um ca. 16.00 Uhr.

FF Wiener Neustadt
Österreichische Bundesbahnen

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