Portugal: Dörfer wegen ausgedehnter Waldbrände evakuiert
Portugal: Die Behörden in Portugal haben am Mittwoch, dem 20. Juli 2005, vier Dörfer evakuiert, die von einem Waldbrand bedroht werden.
Das Feuer bei Seia 250 Kilometer nördlich von Lissabon, wurde von Windböen angefacht. Landesweit waren nach Angaben der Zivilschutzbehörde neun Waldbrände außer Kontrolle. Bei Temperaturen von mehr als 40 Grad im Binnenland waren mehr als 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz – teils bei der Bekämpfung von Bränden, teils auf Brandwache. Bisher haben die Flammen in diesem Jahr 30.000 Hektar Wald in Portugal zerstört. Das sind 30 Prozent mehr als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr.
Unterdessen weitete sich die anhaltende Dürre in Portugal auf die nördlichen Bergregionen aus. Das ganze Land sei nun betroffen, teilte das Nationale Wasserinstitut am Mittwoch mit. Im Süden begann die schwerste Trockenperiode seit 60 Jahren bereits im Oktober vergangenen Jahres. Dort sind mehr als 26.000 Menschen auf die Versorgung mit Wassertankfahrzeugen angewiesen.
Spanien: Maßnahmen gegen Waldbrände
Der Staatssekretär im Umweltministerium, Humberto Rosa, kündigte eine neue Initiative an, mit der die Bevölkerung zum Wassersparen angehalten wird. Als besonders kritisch gilt auch die Lage an der Algarve, wo Touristen die Bevölkerungszahl im Sommer auf etwa eine Million verdoppeln.
In Spanien bereitete die Regierung ein Bündel von Maßnahmen vor, die das Risiko künftiger Waldbrände verringern sollen. Dazu gehören schärfere Verbote, wie Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Mittwoch mitteilte. Außerdem will die Regierung die Wiederaufforstung zerstörter Flächen beschleunigen und die Opfer von Waldbränden entschädigen.
