Technisch

Bgld: Spektakuläre Rettung einer Kuh

Klostermarienberg (Bgld): Eine äußerst ungewöhnliche Alarmmeldung erreichte die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klostermarienberg am Abend des 16. März 2005.

Ein Bauer aus Mannersdorf bat die Florianijünger um Hilfe, da eine seiner Kühe aus einer Weide ausgebrochen war und in einen Wassergraben gestürzt war.

„Das Wasser im Graben stand aufgrund der Schneeschmelze rund 1,2 Meter hoch und war von Eis und Schnee durchsetzt. Die Kuh war schon sehr schwach und konnte selbst nicht mehr aus dem Graben“, schildert Einsatzleiter Walter Kuntner von der Ortsfeuerwehr Klostermiarienberg die ungewöhnliche Lage. Und weiter: „Der Zugang zur Unfallstelle gestaltete sich äußerst schwierig, da an eine Zufahrt mit dem Einsatzfahrzeug wegen des aufgeweichten Bodens nicht zu denken war.“ Daher mussten die Feuerwehrmänner selbst Hand anlegen und ihre Geräte zu Fuß rund 300 Meter zur Einsatzstelle tragen.

Ein Feuerwehrschlauch als Lebensretter
Mit einem Feuerwehrschlauch, der um die Vorderbeine der Kuh gebunden wurde, konnte schlussendlich die Kuh aus dem Wasserloch gerettet werden. Die Kuh war jedoch so schwach, dass sie sich selbst nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Ein herbeigeholter Tierarzt stellte eine Unterkühlung fest. „Der schwierigste Teil dieses Einsatzes war jedoch nicht die Rettung der Kuh aus dem Wassergraben, sondern der Transport der Kuh in den Stall, denn die Kuh war zu schwach und nicht zum Aufstehen zu bewegen“, erzählt Ortsfeuerwehrkommandant Kuntner. „Eine Nacht im Freien hätte sie jedoch nicht mehr überlebt!“ Mit Hilfe eines Traktors gelang es den Feuerwehrmännern dann aber doch noch, die Kuh in den warmen Stall zu transportieren.

Nach gut vier Stunden war der ungewöhnliche Einsatz für die Florianis aus Klostermarienberg dann beendet.

Bezirks-Feuerwehrkommando Oberpullendorf

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