Eudrex – Tag 2 und 3 der internat. KAT-Übung
Niederösterreich – Wr. Neustadt: Die Eudrex geht am späteren Vormittag des 2. Tages weiter. Den Einsatzkräften der Craft Austria die gleiche Übungsaufgabe beim Zug – siehe Tag 1 – erneut gestellt und in ähnlicher Art und Weise absolviert.
Hier standen die Kräfte zwischen ca. 11.30 Uhr und 15.00 Uhr im Einsatz. Nach einer Ruhephase, die den Einsatzkräften die Möglichkeit gab, den fehlenden Schlaf aus der Vornacht nachzuholen.

Gegen 20.00 Uhr erging sodann der nächste Auftrag an die Einheit. Im Tritolwerk warteten zwei Schadensstellen auf die Kräfte: Während ein Teil der Einheit Menschen aus einem eingestürzten Gebäude zu retten hatte, war der zweite Teil bei einer rund 20 Meter tiefen Zisterne gefordert: Nach dem ‚Erdbeben‘ wurde ein Arbeiter verletzt und Ammoniak ausgetreten.

Auch hier stand Craft Austria wieder bis tief in die Nacht hinein im Einsatz und die Kräfte rückten erst wieder in der Zeitspanne zwischen 00.00 Uhr und 01.30 Uhr in ihr Lager in der Kaserne ein. Für zwei Kräfte aus Kärnten waren beide Nächte noch kürzer als für die anderen, sie mussten jeweils gegen 03.00 Uhr, 04.00 Uhr früh ausrücken, um ausländische Einheiten mit benötigtem Nutzwasser zu versorgen.

Gegen 09.15 Uhr des 20. Oktober 2004 rückte das Team nach der ersten Lagebesprechung auf das Truppenübungsgelände Blumau aus. Dort wurde angenommen, dass beim Erdbeben ein Biolabor teilweise eingestürzt war, Menschen verletzt und eingeklemmt sowie mit freigewordenen biogenen Stoffen kontaminiert worden sind. Aufgrund der hohen Anzahl an verletzten und eingeschlossenen Personen zog sich dieser Einsatz bis in die Nachmittagsstunden gegen 15.00 Uhr hin.

Gegen Mittag dann die Probe der extremen Belastbarkeit auf die Einheit. Während obiger Einsatz auf Hochtouren lief, erhielt Craft Austria von der Übungsleitung die Anfrage auf dringend benötigte Kräfte bei einem Zugsunglück und nach freien Einheiten. Der Feuerwehr entsprechend konnte auch hier entsprechend improvisiert werden und die im laufenden Einsatz nicht obligat erforderliche Deko-Einheit abgezogen werden.

Sie übernahm am Ort des Zugsunglücks für vielen prominenten Zuschauern und ausländischen Gästen die Leitung des Einsatzes und konnte die Schadensstelle in enger Zusammenarbeit mit ausländischen Einsatzeinheiten sowie dem Bundesheer abarbeiten. Craft-Austria hatte somit mit ihren 43 Mann zwei Einsätze gleichzeitig bewerkstelligt.
Gegen 15.30 Uhr rückten alle Einheiten wieder in die Kaserne ein. Nach der offiziellen Auflösung und Verabschiedung der Kräfte brachen alle Teilnehmer wieder die Reise nach Hause auf.
