Hund bewachte tote Unfallopfer
Steiermark: Bei einem folgenschweren Auffahrunfall sind am Montag, 21. Juni 2004, auf der S�dautobahn (A2) zwei Menschen, eine junge Frau und ein etwa acht Jahre altes Kind, get�tet worden. Ein mit f�nf Personen besetzter tschechischer Kleinlaster war auf ein Pannenfahrzeug aufgefahren. Erschwert wurde die Bergung der Opfer durch drei Rottweiler, von denen sich einer auf die Leiche der Frau gelegt hatte und sie quasi bewachte.
Der Unfall hatte sich Montagvormittag bei Gleisdorf ereignet. Ein tschechischer Klein-Lastwagen war ungebremst auf ein am Pannenstreifen stehendes Pannenfahrzeug des �AMTC aufgefahren. Der Pannenhelfer wollte gerade einem Pkw-Lenker helfen, dessen Fahrzeug einen Reifenschaden hatte.
In dem Transporter, der mehrere Motorr�der geladen hatte, befanden sich f�nf Personen und drei Rottweiler. Eine etwa 20 Jahre alte Frau wurde bei dem Unfall get�tet, ein etwa achtj�hriger Bub erlitt so schwere Verletzungen, dass er kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starb. Die drei Hunde waren unverletzt geblieben. W�hrend zwei der Tiere versorgt werden konnten, wollte der dritte Rottweiler nicht von der Seite der toten Frau weichen und bedrohte die Helfer. Erst durch zwei Narkosespitzen, die ihm eine Tier�rztin verabreichte, konnte der Vierbeiner unter Kontrolle gebracht und die Bergung fortgesetzt werden.
Zwei weitere Insassen des Klein-Lkw wurden schwer verletzt, eine Person, vermutlich der Lenker, kam mit leichten Verletzungen davon. Alle f�nf Insassen waren bei dem Unfall eingeklemmt worden. Die Feuerwehr musste das Dach vom Kleinlaster schneiden, um zu den Verletzten zu gelangen. Das Rote Kreuz war mit vier Notarztwagen und drei Rettungsfahrzeugen im Einsatz, zus�tzlich wurden zwei Hubschrauber angefordert.
Am Nachmittag wurde der Zustand einer Verletzten als „kritisch“ bezeichnet. Die Identit�t der f�nf Verunfallten war vorl�ufig nicht gekl�rt. Der Techniker und der Besitzer des Pannen-Pkw waren bei dem Crash unverletzt geblieben: Sie hatten die Gefahr kommen sehen und konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
